SCHWEIZER STARTUP REVOLUTIONIERT DIE PRODUKTION VON SCHUTZMASKEN UND BIETET
EINE ZERTIFIZIERTE UND SMARTE SYSTEMLÖSUNG

25. Mai 2020

St. Gallen, 25. Mai 2020 – Die europäischen Staaten müssen sich nach Ansicht der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von
Coronavirus-Infektionen einstellen. Aber kaum etwas in Europa läuft in der Coronakrise so
schlecht wie die Beschaffung von Schutzmasken. Ein Schweizer Team gemeinsam mit
internationalen Partner aus Forschung & Entwicklung sowie der MBL Maschinenbau Leipzig
schafft die dringend nötige Innovation.

Schweizer Virologen fordern Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Star-Ökonom Ernst Fehr will sie
zu Stosszeiten. Der oberste Arzt der Schweiz und FMH-Präsident, Jürg Schlup, sagt: « Schutzmaterial
müssen wieder vermehrt in der Schweiz und in Europa hergestellt werden .» In vielen Ländern
herrscht nach den ersten Lockerungen eine allgemeine Maskenpflicht im Nahverkehr und in
Supermärkten, doch noch immer gibt es nicht einmal für das Gesundheitswesen genügend
zertifizierten Mund-Nasen-Schutz. Der Mangel verunsichert Ärzte und Pflegekräfte, aber auch die
Bevölkerung. «Diese verzweifelten Beschaffungsversuche zeigen die Abhängigkeit Europas. Alle
versuchen auf einem leergefegten Weltmarkt Lieferanten für Produkte zu suchen, die eigentlich ein
paar Rappen kosten», sagt Marie-Claire Graf. «Fake-Zertifikate, Intransparenz und Wucherpreise
sind Symptome eines kranken Systems. Gerade in Zeiten der Digitalisierung und den Chancen,
welche vor allem die Sharing Economy bietet, darf sowas nicht passieren», ergänzt Oliver Fiechter.

Innovation im intergenerativen Austausch

Marie-Claire Graf (23) ist Nachhaltigkeitsexpertin und die Stimme der Jugend bei verschiedenen
internationalen hochrangigen Veranstaltungen, wie z.B. bei der Weltklimakonferenz der Vereinten
Nationen (UN), der Konferenz über Nachhaltigkeit in der Hochschulbildung der UNESCO und dem
Weltgipfel für nachhaltige Technologie und Innovation. Oliver Fiechter (48) ist Buchautor und
Serienunternehmer, spezialisiert auf digitale und kollaborative Geschäftsmodelle. Er betreibt mit
seiner Team Fiechter AG eine Plattform, auf der besonders begabte Vertreter der kommenden
Generation auf das Wissen, die Erfahrung und das Netzwerk von Unternehmen der Gegenwart
treffen. Im intergenerativen Austausch werden wegweisende Geschäftsmodelle ausgebrütet und
Produkte zur Marktreife gebracht.


Innerhalb nur weniger Wochen haben Graf und Fiechter nun mit internationalen Partner aus
Forschung & Entwicklung sowie Maschinenbau eine Systemlösung entwickelt, die aus allen
notwendigen Komponenten besteht, die für die lokale Produktion von qualitativ hochwertigen und
zertifizierten Schutzmasken des Typs FFP2 und Mund-Nasen notwendig sind. «Wir bieten eine
smarte und unternehmerische Systemlösung aus u. a. Maschine, Rohstoff, Zertifizierung und
Recycling», sagt Fiechter. Anstatt sich wie seit Beginn der Covid-19-Pandemie durch den Dschungel
von Angeboten und gefälschten Zertifikaten zu wälzen, können private Unternehmen und öffentliche
Institutionen nun in Form eines kompletten Gesamtpakets ihre eigene Schutzmaskenproduktion aus
einer Hand erwerben.

Demokratisierung der Schutzmaskenproduktion

Die Grundidee der beiden Gründer existiert seit dem 18. Jahrhundert. Sie basiert auf der Idee des
Schotten James Watt. Der Erfinder musste seine Dampfmaschine Menschen anpreisen, die bis dahin
nur Pferde kannten und entsprechend skeptisch waren. Um sie zu überzeugen, überließ er ihnen
seine Innovation kostenlos gegen Zahlung einer Nutzungsgebühr. Daraus entstand das heute unter
dem Namen «Performance Contracting» bekannte Marketing-Modell. Dieses wurde populär durch
den amerikanischen Kopiergerätehersteller Xerox. Bei Xerox mussten die Kunden erstmals nicht
mehr das Gerät an sich erwerben, sondern erhielten gegen einen kleinen Betrag pro Kopie ein
Rundum-Sorglos Paket.


Auch Graf und Fiechter offerieren ihre Systemlösung, ohne dass entsprechendes Investitionskapital
eingesetzt werden muss. Ihre Kunden bezahlen lediglich den Stückpreis pro produzierte Maske. Die
Maschine «Made in Germany», die den höchsten Fertigungs- und Qualitätsstandards gerecht wird,
gibt es umsonst. Die beiden Gründer wollen damit bezwecken, dass sich so jeder eine Maschine
leisten kann. Darüber hinaus planen die beiden, einen Solidaritätsfond aufzusetzen, der es auch
wirtschaftlich schwächeren Ländern und Regionen ermöglichen soll, eine eigene
Produktionsinfrastruktur aufzusetzen. Der Fonds soll vom Startup selber, dessen Kunden und
Donatoren gespiesen werden.

Sharing Economy, Blockchain und QR-Codes


Die Distributionsstrategie sieht eine Peer-to-Peer-Ansatz vor: Verbraucher oder Händler werden
befähigt, lokal zu produzieren und in Form dezentraler Produktionshubs die Versorgungssicherheit in
ihrem geographischen Raum sicherzustellen. «Diese Hubs können entweder selber betrieben oder
auch an uns outgesourct werden. Ärzte- und Apothekerverbände, Spitäler, Unternehmen etc.
produzieren in eigenen, kleinen Infrastrukturen die Schutzmasken entweder selber oder in
Kooperation mit anderen Organisationen im Ecosystem. Die daraus entstehende Wertschöpfung
verbleibt damit in der jeweiligen Region. Das Konzept ist somit nachhaltig und 100 Prozent "Made in
Europe"», sagt Graf.


Alle Produktionsmaschinen werden über ein Smart Grid miteinander verbunden. Die Maschinen
können so untereinander kommunizieren und bei entsprechenden Kapazitätsengpässen den
Ressourcenmangel ausgleichen. Das stellt eine moderne Form digitaler Kooperation und des
Ressourcen-Sharings dar. «Es ermöglicht bei lokaler Häufung von Ansteckungsfällen, flexibel und
zielgerichtet zu reagieren», erklärt Graf. Eine weitere digitale Innovation ist ein QR-Code, der auf die
Masken gedruckt wird. Hinter diesem QR-Code liegt auf einer Blockchain abgespeichert die gesamte
Zertifizierungskette und ist gut einsehbar.


Die vollautomatische Maskenproduktionsmaschine, welche über eine Million Masken pro Monat
produziert, wurde in Deutschland konstruiert und wird bei der auf Automatisation spezialisierten
Maschinenbauerin MBL in Leipzig hergestellt. Bei der Firma MBL sind bereits über 100 Anfragen aus
der ganzen Welt für die Lösung eingegangen. Die ersten Vorverträge über 20 Maschinen werden in
den nächsten Tagen unterzeichnet.

Marie-Claire Graf: Marie-Claire Graf ist Präsidentin der Schweizerischen Verbandes Studentischer Organisationen für
Nachhaltigkeit, die sich für Studierende und Nachhaltigkeit an den Schweizer Hochschulen einsetzen. Sie ist Initiantin der
Sustainability Weeks Switzerland, sowie dem internationalen Pendant, einer der international grössten studentischen
Nachhaltigkeitsbewegung. Ebenfalls vertritt sie die Stimme der Jugend an zahlreichen internationalen hochrangigen
Veranstaltungen betreffend der Klimakrise z.B. bei der Weltgesundheitsversammlung der WHO, der Konferenz über
Nachhaltigkeit in der Hochschulbildung der UNESCO, dem Weltklimagipfel der UNFCCC und dem Weltgipfel für nachhaltige
Technologie und Innovation. Marie-Claire Graf, vom Bundesrat mandatiert, war die jüngste Delegierte und Verhandlerin der
Schweiz an der 25. Weltklimakonferenz und wurde von den Vereinten Nationen als Schweizer Jugend-Klima-Champion zum
Klimagipfel in New York eingeladen. Sie ist der globale Focal Point zur UNFCCC. Darüber hinaus ist sie ein Climate Reality
Leader, von Al Gore ausgebildet und ist Mitglied der Clinton Global Initiative University. Sie ist Mitbegründerin einer von der
ETH Zürich und dem MIT Boston preisgekrönten Crowdsourcing-Plattform namens C'Square. Sie initiierte und leitet mehrere
Vereinigungen in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Jugend- und Frauenförderung und Bildung.

Oliver Fiechter: Oliver Fiechter ist Serienunternehmer, Autor mehrerer Sachbücher und Gründer der Team Fiechter AG. Die
Team Fiechter AG bringt Kreative und Experten aus verschiedenen Bereichen und Generationen zusammen mit dem Ziel,
zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln. In seinen Büchern argumentiert Fiechter, dass der Kapitalismus als
wirtschaftliches und soziales Modell nicht mehr zweckmäßig ist. Er entwirft eine Vision für eine neue digitale Ordnung der
Kollaboration anstelle des Wettbewerbs, die er als «Ökonomie 3.0» bezeichnet. Fiechter entwirft auf der Ökonomie 3.0-Theorie
regelmässig Geschäftsmodelle, die sich durch Dezentralität und Digitalisierung auszeichnen. Dadurch wurde er in
verschiedenen Segmenten der Finanz-, Dienstleistungs- und Kreativindustrie zum Pionier. Er ist darüber hinaus Experte für
Werteforschung und Generationengerechtigkeit. Im Auftrag des österreichischen Wirtschaftsministeriums bewertet Fiechter mit
seinem Economy 3.0-Ansatz die österreichische Exportindustrie für den nach ihm benannten «Hidden Champions 3.0»-Award.
Darüber hinaus ist Fiechter aktives Mitglied der Clinton Global Initiative (CGI). Die Clinton Global Initiative (CGI) wurde 2005
von Präsident Bill Clinton gegründet und versammelt global Wissenschaftler, Pioniere und Führungskräfte, um Lösungen für die
dringendsten Herausforderungen der Welt zu entwickeln.

Weitere Informationen:

Frau Marie-Claire Graf
Email: marie-claire@team-fiechter.com
Mobile: +41 79 218 63 00

MBL Maschinenbau Leipzig GmbH
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